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Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus

Notarzt geht durch Eingang einer Corona-Ambulanz

Einheitlicher SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard

Der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard ist die gemeinschaftlich getragene Basis für die Konkretisierung der betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen und beschreibt die Beiträge des Arbeitsschutzes zum betrieblichen Infektionsschutz. Er erläutert auch die hierfür maßgeblichen Rechtsgrundlagen. Er ist ebenfalls Grundlage für die Berufung von Gremien und Einbeziehung der maßgeblichen Kreise und Stellen, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützen. 

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel wurde unter Koordination der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gemeinsam von den Arbeitsschutzausschüssen beim BMAS erstellt. Sie konkretisiert für den Zeitraum der epidemischen Lage von nationaler Tragweite gemäß § 5 Infektionsschutzgesetz die Anforderungen an den Arbeitsschutz und stellt sie auf eine verbindlichere rechtliche Ebene.

Zusätzliche und bis 30. Juni 2021 befristete Maßnahmen zum betrieblichen Arbeitsschutz regelt die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung. Sie verpflichtet Arbeitgeber u. a., vermehrt Homeoffice anzubieten. Wie Homeoffice-Arbeitsplätze entsprechend Arbeitsschutzgesetz und Arbeitszeitgesetz sicher und gesund gestaltet werden können, dazu hat die DGUV einen Check-UP Homeoffice (in Kurz- und Langform) herausgegeben. Er gibt Beschäftigten konkrete Gestaltungsempfehlungen und kann von Arbeitgebern zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen genutzt werden.  

Darüber hinaus helfen die branchenspezifischen Konkretisierungen von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen dabei, diese Anforderungen an den Arbeitsschutz in der betrieblichen Arbeitswelt umzusetzen, z.B. 
      -  Psychische Belastung und Beanspruchung von Beschäftigten im Gesundheitsdienst
      -  Empfehlungen zur Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) 
      -  Empfehlungen für Bildschirm- und Büroarbeitsplätze in Bürobetrieben 
      -  Betrieb von Bädern während der Corona-Pandemie 
      -  Handlungshilfe für pflegende Angehörige 
      -  Handreichung für Sitzungen von Gremien der politischen Selbstverwaltung

MNB, Masken und hautschonende Händehygiene 

Neben Mund-Nasen-Bedeckungen oder chirurgischen Masken, die in erster Linie die Mitmenschen schützen, bieten geprüfte Atemschutzmasken der Klasse FFP2 oder FFP3 der nutzenden Person selbst Schutz vor dem Einatmen von Krankheitserregern. Deshalb greifen auch Privatpersonen immer häufiger zu diesen Masken. Doch Berichte über gefälschte und mangelhafte Exemplare solcher Masken sorgen für Verunsicherung. Woran sich zertifizierter und damit sicherer Atemschutz grundsätzlich erkennen lässt, veranschaulicht ein Übersichtsplakat des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Eine Pressemitteilung der DGUV enthält Hinweise auf die wichtigsten Merkmale, die eine reguläre partikelfiltrierende Halbmaske (FFP) aufweisen muss. Fehlt eines dieser Merkmale, ist grundsätzlich Vorsicht geboten.

Die Händehygiene ist neben der Abstandsregel und dem Atemschutz/Mund-Nasen-Schutz eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Verbreitung und das Infektionsrisiko in der Corona-Zeit zu minimieren. Doch häufiges Händewaschen oder Händedesinfektion kann die Barrierefunktion der Haut stören. Deshalb sind in jedem Fall auch Hautpflegemaßnahmen wichtig, um einer Hautschädigung vorzubeugen und die Regeneration der Haut zu unterstützen. Die Handlungsempfehlung „Hautschonende Händehygiene in der Corona-Krise“ enthält Hinweise, wie Hauterkrankungen am besten vorgebeugt werden kann.

Empfehlung zu Erste-Hilfe-Fortbildungen

Bei der Durchführung bzw. Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen während der Corona-Pandemie sollten folgende Handlungshilfen beachtet werden.

Schutz von Beschäftigten und betriebliche Pandemieplanung

Für Beschäftigte, die durch ihre berufliche Tätigkeit mit Infektionserregern in Kontakt kommen können, gilt die Biostoffverordnung (BioStoffV), deren Arbeitsschutzbestimmungen in den Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) branchen- und themenspezifisch konkretisiert werden. Auf den Internetseiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) finden Sie Hinweise, wie das Risiko berufsbedingter Infektion mit SARS-CoV-2 minimiert werden kann.

Unternehmen sollten für den Fall einer Pandemie Notfallpläne erstellen, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten während einer Pandemie bestmöglich zu schützen und den Betrieb trotz möglicher Einschränkungen aufrechtzuerhalten (Hinweise zum betrieblichen Pandemieplan).

Darüber hinaus gelten die gleichen Hygieneregeln wie allgemein zum Schutz vor übertragbaren Infektionskrankheiten:
    - Händeschütteln vermeiden
    - Regelmäßiges und gründliches Händewaschen (mindestens 20 Sekunden)
    - Hände aus dem Gesicht fernhalten
    - Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge
    - Im Krankheitsfall Abstand halten
    - Geschlossene Räume regelmäßig lüften
    - Menschenansammlungen meiden
Durch diese Maßnahmen verringert sich die Ansteckungsgefahr von Infektionskrankheiten bzw. die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung erheblich.

Corona-Fall im Betrieb: Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sich mit dem Corona-Virus infiziert hat oder der begründete Verdacht auf eine Infektion besteht. Eine neue Broschüre von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gibt Hinweise, wie auch in dieser Situation Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen bestmöglich gewahrt werden können.

Für besonders schutzbedürftige Beschäftigte, die in Zeiten der SARS-CoV-2-Epidemie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Krankheit COVID-19 haben, wurden durch das BMAS Arbeitsmedizinische Empfehlungen (AME) veröffentlicht. Sie geben Hilfestellungen für die arbeitsmedizinische Vorsorge und richten sich an Verantwortliche für den Arbeitsschutz im Betrieb, insbesondere an Arbeitgeber sowie Betriebsärzte.

Aktuelles für Sachsen-Anhalt

Das Corona-Informationsportal des Landes informiert über aktuellen Entwicklungen zur Corona-​Pandemie.

Das Bildungsministerium Sachsen-Anhalts gibt aktuelle Hinweise zum Schulbetrieb.

Ein Merkblatt der BZgA für Bildungseinrichtungen und Kindertagesstätten informiert zu Übertragungswegen und Hygienemaßnahmen zum Schutz vor Ansteckung.

Weitere Informationen:

  • Robert Koch-Institut (RKI)
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

© Uwe Köppen E-Mail