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Richtig lüften während der Pandemie

Geöffnete Fenster an einer Schule

Husten, Sprechen, Niesen oder einfach nur Ausatmen – das Coronavirus SARS-CoV-2 wird vor allem über Tröpfchen und feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel, sogenannte Aerosole, übertragen. In geschlossenen Räumen sinken Tröpfchen aufgrund ihrer Größe schnell zu Boden, doch Aerosole können sich in der Luft ansammeln und im ganzen Zimmer verteilen. Arbeiten Menschen in schlecht oder nicht belüfteten Räumen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion, selbst wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Beschäftigten eingehalten wird.

"Bei der freien Lüftung ist die Stoßlüftung mit weit geöffneten Fenstern und am besten auch mit geöffneten Türen am effektivsten", so Dr. Simone Peters, Leiterin des Sachgebiets Innenraumklima der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Das Lüften über gekippte Fenster sei weniger empfehlenswert: "Als Ergänzung zur Stoßlüftung kann es aber sinnvoll sein, um ein zu schnelles, starkes Ansteigen der Virenkonzentration zu vermeiden."

Bei der technischen Lüftung gelangt über raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) kontinuierlich gefilterte Frischluft von außen in die Innenräume. Werden zusätzlich Klimaanlagen eingesetzt, kann die Luft gleichzeitig noch erwärmt, gekühlt und be- oder entfeuchtet werden. "Das Übertragungsrisiko von SARSCoV-2 über sachgerecht instandgehaltene RLT-Anlagen ist eher gering", so Peters. "Daher sollten diese Anlagen auch nicht abgeschaltet, sondern im Gegenteil die Außenluftzufuhr über die Anlage erhöht und ein Umluftbetrieb vermieden werden."

Ein infektionsschutzgerechtes Lüften schafft Handlungssicherheit. Hierzu einige Empfehlungen:

  • Wie schafft man in Zeiten der Pandemie ein gesundes frisches Raumklima? Dr. Simone Peters vom Institut für Arbeitsschutz der DGUV beantwortet in zwei Podcasts Fragen rund um die Belüftung.

  • Wie Innenräume während der Corona-Pandemie richtig und effizient gelüftet werden können, zeigt das neue
    Fachbereich AKTUELL "SARS-CoV-2: Empfehlungen zum Lüftungsverhalten an Innenraumarbeitsplätzen".

  • In Innenräumen kann die CO2-Konzentration ein Anhaltspunkt für das richtige Lüften sein. Um an das regelmäßige Öffnen von Fenstern zu erinnern, gibt es die App "CO2-Timer" der gesetzlichen Unfallversicherung. 

  • Empfehlungen der Bundesregierung zum infektionsschutzgerechten Lüften

 

04.10.2020

© Uwe Köppen E-Mail

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