Kontakt

Unfallkasse Sachsen-Anhalt
  • Käsperstraße 31
  • 39261 Zerbst/Anhalt

Telefon

  • Tel. 03923 751-0
  • Fax 03923 751-333

E-Mail

Sie befinden sich hier: Startseite » Prävention » Erste Hilfe
Erste Hilfe | Artikel-Kategorien

Aus- und Fortbildung in Erster Hilfe

Erste Hilfe

Bei Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildungen während der Corona-Pandemie sollten folgende Handlungshilfen bei der Durchführung bzw. Teilnahme beachtet werden:

 

In Anlehnung an die UVV "Grundsätze der Prävention" (DGUV Vorschrift 1) haben Unternehmer dafür zu sorgen, dass eine bestimmte Zahl von ausgebildeten Ersthelfern in ihrem Betrieb zur Verfügung steht (§ 26 Abs. 1). Diese müssen in Abständen von 2 Jahren eine Erste-Hilfe-Fortbildung absolvieren (§ 26 Abs. 3). Die Lehrgangsgebühren für die Aus- bzw. Fortbildung von Ersthelfern, in dem jeweils erforderlichen Umfang, übernimmt die Unfallkasse Sachsen-Anhalt für alle ihre Mitgliedsunternehmen (§ 23 Abs. 2 SGB VII).

Verfahren - Ablauf

Die Aus- bzw. Fortbildung in Erster Hilfe für Versicherte der Unfallkasse Sachsen-Anhalt kann durch eine dazu ermächtigte Stelle erfolgen (Anbieter für die Aus- und Fortbildung in Erster Hilfe). Welche das in Sachsen-Anhalt sind, darüber kann sich auf den Internetseiten des Fachbereichs Erste Hilfe der DGUV informiert werden.

Vor Absolvierung einer Aus- oder Fortbildung in Erster Hilfe ist ein schriftlicher Antrag an die Unfallkasse mit folgenden Angaben notwendig:

  • Name des Unternehmens / der Einrichtung
  • Ansprechpartner (mit Tel.-Nr., E-Mail)
  • wie viel Mitarbeiter von welcher Betriebsstätte (z. B. Bauhof, Kita, Schule, Verwaltung usw.) sollen die Ausbildung bzw. Fortbildung absolvieren
  • für welches Jahr ist die Aus-/Fortbildung geplant

Seit der Revision der Ersten Hilfe im Jahr 2015 gibt es neben der Aus- und Fortbildung zu betrieblichen Ersthelfern zusätzlich die Schulung für Ersthelfer in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder. Zur Antragstellung wird folgender Vordruck angeboten:

 

Die Unfallkasse erteilt daraufhin eine schriftliche Kostenübernahmezusage. Nur dann kann mit einer dazu ermächtigten Stelle (Anbieter für die Aus- und Fortbildung in erster Hilfer) der Termin für die Aus-/Fortbildung abgestimmt werden. Ohne diese schriftliche Kostenzusage werden keine Fort- und Ausbildungskosten übernommen bzw. die Rechnung zurückgewiesen.

Der Rechnungslegung der ausbildenden Stelle an die Unfallkasse ist jeweils eine Teilnahmebestätigung der Teilnehmer (Teilnehmerliste) des Aus- bzw. Fortbildungslehrgangs beizufügen. Der Vordruck einer Teilnehmerliste kann hier heruntergeladen werden. 

Erzieher/innen aus Einrichtungen in freier Trägerschaft

Bei Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft gilt ab dem 01.07.2019 eine neue Verfahrensweise. Künftig erfolgt die Beantragung der Kostenübernahme ausschließlich über die Unfallkasse Sachsen-Anhalt und nicht mehr bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Darauf haben sich die BGW und alle Unfallkassen verständigt. Für die Beantragung der Kostenübernahme gilt folgender Vordruck:


Die organisatorische Verantwortung für die regelmäßige Durchführung der Erste-Hilfe-Schulungen von Erzieherinnen und Erziehern sowie für die Wahl des Ausbildungsunternehmens verbleibt weiterhin beim Kita-Träger bzw. den einzelnen Kita‘s. Zu berücksichtigen ist dabei, dass das Ausbildungsunternehmen zum Zeitpunkt der Schulung über eine aktuell geltende Ermächtigung der „Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe“ zur Durchführung von Erste-Hilfe-Schulungen für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen verfügt. Nur für diese Ausbildungsunternehmen gilt die Kostenübernahmezusage der Unfallkasse Sachsen-Anhalt. Vorab kann im Internet recherchiert werden, ob das gewählte Unternehmen über eine solche Ermächtigung verfügt (www.bg-qseh.de). Die Schulungskosten rechnet das gewählte Ausbildungsunternehmen dann direkt mit der Unfallkasse Sachsen-Anhalt ab.

Ohne eine Kostenübernahmeerklärung von der Unfallkasse werden künftig keine Kosten für Erste-Hilfe-Schulungen erstattet. 

Keine Kostenübernahme

Die Aus- und Fortbildungskosten in Erster Hilfe für

  • Schüler, Auszubildende, Berufsschüler, Studenten
  • Schwimmmeister und Schwimmmeistergehilfen (Ausnahme Fortbildung)
  • Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (Ein-Euro-Jobber) sowie für
  • Teilnehmer an Freiwilligendiensten wie FSJ, FÖJ und BFD

übernimmt die Unfallkasse Sachsen-Anhalt nicht. 

Gleiches (Erste-Hilfe-Ausbildung) gilt für Personen mit einem medizinischen Beruf des Gesundheitswesens. Das sind insbesondere Krankenschwestern, Krankenpfleger, Kinderkrankenschwestern, Kinderkrankenpfleger, Hebammen, Entbindungshelfer, Krankenpflegehelfer, Altenpfleger, Arzthelfer, Medizinische Bademeister, Physiotherapeuten, Pflegediensthelfer, Schwesternhelfer, etc.

Es gilt für die vorgenannten Personen auch für die Erste-Hilfe-Fortbildung, wenn sie weiterhin im Gesundheitsdienst oder der Wohlfahrtspflege tätig sind und dort regelmäßig Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen bzw. wenn sie an vergleichbaren Fortbildungsveranstaltungen regelmäßig teilnehmen. Approbierte Ärzte bzw. Zahnärzte können als aus- und fortgebildete Ersthelfer angesehen werden. 

©