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Sicher unterwegs im Bauhof-Alltag
Dieser Frage gingen die Aufsichtspersonen der Unfallkasse Sachsen-Anhalt im Rahmen einer landesweiten Schwerpunktaktion nach. Im Mittelpunkt stand dabei, wie gut die Arbeitsschutzmaßnahmen im Alltag umgesetzt werden – nicht im Büro, sondern draußen, wo die Beschäftigten tagtäglich Straßen reparieren, Grünflächen pflegen oder Winterdienste durchführen.
Da die Teams der Bauhöfe oft unter wechselnden Bedingungen arbeiten, ist ihr Job besonders anspruchsvoll. Ob Baustelle, Straßenrand oder Grünanlage – überall müssen sie spontan auf neue Situationen reagieren und dabei die Sicherheit im Blick behalten. Um ein möglichst authentisches Bild vom Arbeitsalltag zu bekommen, erfolgten die Kontrollen unangekündigt. So konnten die Aufsichtspersonen beobachten, wie die Abläufe tatsächlich aussehen – und direkt mit den Beschäftigten ins Gespräch kommen.
Diese offene Herangehensweise zeigte Wirkung: Viele Beschäftigte begrüßten den Besuch und nutzten die Gelegenheit, Fragen zum Arbeitsschutz zu stellen oder Verbesserungsvorschläge zu diskutieren.
Auch die Führungskräfte der Bauhöfe zogen mit – sie gaben spontan die Einsatzorte ihrer Teams bekannt und ermöglichten so eine gezielte Überwachung.
Insgesamt wurden im Jahr 2024 42 Arbeitsstellen besucht und 167 Mängelpunkte dokumentiert – ein Beleg dafür, dass es weiterhin Handlungsbedarf gibt. Dennoch war die Resonanz positiv: Die Betriebe nahmen die Hinweise ernst, setzten kurzfristig Verbesserungen um und schätzten den fachlichen Austausch.
Die Aktion hat gezeigt, dass risikoorientierte Überwachung nicht nur Unfälle verhindern hilft, sondern auch den Dialog zwischen Aufsichtspersonen und Betrieben stärkt. Wegen der guten Erfahrungen wurde das Projekt 2025 fortgesetzt – nun auch bei Unterhaltungsverbänden und Straßenmeistereien.
So bleibt das Ziel klar: Sichere Arbeitsplätze für alle, die tagtäglich draußen anpacken.
- C. Witte