Sicherheit und Gesundheit

Gewaltprävention im öffentlichen Dienst

Schutz und Sicherheit im öffentlichen Dienst: Gewaltprävention gemeinsam gestalten

Die Gewalt gegenüber Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nimmt stetig zu. Das Spektrum reicht von verbalen Beleidigungen und Bedrohungen bis hin zu physischen Übergriffen. Solche Ereignisse können erhebliche gesundheitliche Folgen haben. Insbesondere posttraumatische Belastungsstörungen führen häufig zu Arbeitsunfähigkeit.

Betroffen sind mittlerweile zahlreiche Berufsgruppen. Dazu gehören Einsatzkräfte im Rettungs- und Gesundheitswesen, Personal in Bildungs- und Sozialeinrichtungen sowie Beschäftigte in Vollzugs- und Verwaltungsbehörden.

Gewalt ist kein Berufsrisiko, das hingenommen werden muss. Durch eine gezielte Gefährdungsbeurteilung und die systematische Umsetzung von Schutzmaßnahmen lässt sich das Risiko von Gewaltvorfällen verringern. Als Unfallkasse unterstützen wir unsere Mitgliedsbetriebe im Rahmen unserer Präventionsleistungen. Wir bieten unter anderem folgende Maßnahmen an:

  • Beratungen vor Ort durch unsere Aufsichtspersonen
  • Seminare zum Thema „Deeskalation und Konfliktmanagement im beruflichen Alltag“
  • Inhouse-Seminare (auf Anfrage)

Die Definition von Gewalt beginnt in der Praxis weit vor dem körperlichen Übergriff. Psychische Gewalt wie Beleidigungen oder digitale Bedrohungen ist jedoch schwerer messbar. Wir empfehlen daher, eine strikte Null-Toleranz-Kultur in der Dienststelle zu etablieren und auch verbale Angriffe lückenlos zu dokumentieren.

Für weiterführende Informationen zur Gewaltprävention verweisen wir auf die bundesweite Initiative der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unter dem Slogan „#GewaltAngehen“.

 

Weiterführende Links:

Aachener Modell zur Gewaltprävention an Arbeitsplätzen mit Publikumsverkehr (PDF)

Prävention von Gewalt und Aggression im Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege - eine Handlungshilfe für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen (PDF)

Prävention von und Umgang mit Übergriffen auf Einsatzkräfte der Rettungsdienste und der Feuerwehr (PDF)